Nymphenburg Pagodenburg, Deutschland. Um 1723
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Die Pagodenburg (= speelhuis) bij Nymphenburg
Ein Beweis für die Bedeutung und Bekanntheit der Pagodenburg ist ein Artikel in „Zedlers Universallexikon“ von 1740. “Pagottenburg, oder das Indianische Gebäude genannt, ein Chur=Bayerisches Lustschloß, ist ein Ort vor die hohe Herrschafften, daselbst auszuruhen, wenn sie auf der Maille=Bahn gespielet haben. Denn obschon dieses Schloß nicht eben sonderlich groß ist, so ist es doch überaus lustig und sehr commode. Gantz unten hat es einen Saal, und zwey Cabinets, das Getäffel ist auf Arabische und Indianische Art gemahlet, mit allerhand Chinesischen Figuren und Pagotten, daher es auch den Namen Pagottenburg erhalten. In das Ober-Apartement, steigt man über eine Stiege, deren Staffeln von polirtem Nußbaumholz, die Lehne aber zum Anhalten sehr schön und von vergüldetem Eisen. Die Wände sind mit grossen Stücken von Chinesischem Porcellan bedeckt, welche allerhand Austheilungen machen, und durch ihre Zusammenfügungen auch grosse Landschafften präsentiren...“
und:
„Dieses indianische Gebäude ist ein Ort für die hohen Herrschaften, daselbst auszuruhen, wenn sie auf der Mailbahn gespielt haben. Denn ob schon dieses Schloß nicht eben sonderlich groß ist, so ist es doch sehr kommod und überaus lustig. Ganz unten hat es einen Saal und zwei Kabinette, das Getäfel ist auf arabische und indianische Art gemalt mit allerhand chinesischen Figuren und Pagoden, daher auch den Namen Pagottenburg erhalten hat. (...) Von außen ist dieses angenehme Gebäude mit vielen korinthischen Säulen geziert, auf welchem ein Gitter, auf dem verschiedene Gefäße stehen, ganz herum geht, so daß man das Dach nicht sehen kann. Ihre kurfürstliche Durchlaucht haben dieses kommode Gebäude selbst anzugeben beliebt. Nicht weit davon im Wald ist auch ein Ort für die Küche, daher man zum Öfteren unten im Saal speist und zwar an einer Tafel, an welcher dreißig bis vierzig Personen sitzen können. Die Pagen und Lakaien machen ihre Aufwartung durch die Fenster, daß man also von den Bedienten nicht inkommodiert wird.“ ...Bauakten und Baurechnungen der Jahrgänge 1713 bis 1735 sind für Nymphenburg leider nicht erhalten geblieben. Anhalt für den Baubeginn kann aber ein Vermerk des Tiroler Malers J.A. Gumpp geben, "Verzeichnis, was ich zu Nimphenburg in dem Lusthaus vom Juni 1717 bis 1718 gemacht hab', .... Nr. 10 Die Stieg ..sambt dem Fries alles von schön berliner blau mit allerlej indianische Figuren gemahlt 196,--fl."
Aus dem frantzösischen übersetzt: Pierre de Bretagne: „Description de la Maison des Indes autrement Pagottembourg“, München 1723, aufschlussreich. Daniel Walder nach Pierre de Bretagne, Augsburg, 1723
Quelle: Saar Nijs
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